Lust, Gitarre zu spielen?

Viele Menschen gehen sehr enthusiastisch an das Projekt, Gitarre zu lernen, hören aber dann verhältnismäßig schnell wieder auf. Das liegt häufig daran, dass sie die falschen Vorstellungen und Informationen bekommen haben und bei einer Form des Gitarrespielens landen, die ihnen nicht gefällt.

Klassische oder Akkordgitarre

Eine Gitarre ist zunächst einmal eine Gitarre. Sie hat meist sechs Saiten, dazu kommen ein Griffbrett und ein Klangkörper. Ist das Griffbrett schmal, der Klangkörper größer und sind die Saiten aus Stahl, hat man es meist mit einer Westerngitarre zu tun. Ist das Griffbrett etwas breiter und sind augenscheinlich drei der Saiten aus Nylon, handelt es sich im häufigsten Fall um eine Konzert- oder spanische Gitarre.
Es gibt natürlich auch noch Bass-, elektrische und zwölfsaitige Gitarren sowie weitere Modelle.

Auf der Gitarre kann man sowohl Melodien spielen als auch Akkorde. Das Melodiespiel dient meist den klassischen Stücken und dazu braucht man zwingend Notenkenntnisse. Die Akkorde werden zur Liedbegleitung eingesetzt, hier muss der Gitarrespieler nicht unbedingt Noten lesen können.

Meldet man sich nun zu einem Gitarrenkurs an, um Popsongs zu spielen und am Lagerfeuer ein paar Lieder zu begleiten, ist ein Kurs in klassischer Gitarre nicht zielführend. Zwar lernt man auch hier Akkorde, aber das dauert eine ganze Weile, und gesungen wird auch nicht viel, vor allem keine Popsongs. Daher sollte man, wenn man Gitarrenunterricht nehmen möchte, vorab klären, ob es sich um Lektionen zur klassischen Gitarre oder zur Liedbegleitung handelt.

Natürlich wird ein Musikpädagoge versuchen, seine Schüler von der Notenlehre und der Musiktheorie zu begeistern, aber diese Kenntnisse sind für eine einfache Liedbegleitung, die man braucht, um ein paar Lieder zu schrammeln und Spaß an der Musik zu haben, nicht nötig. Sollte man irgendwann größeres Interesse daran haben, mehr in die Materie des Gitarrenspiels einzudringen, kann man einen Kurs belegen, der sich damit beschäftigt.