Gitarre, Ukulele und ihre Möglichkeiten

Wenn man sich mit der normalen Gitarre schwer tut, bekommt man manchmal den Rat, einfach mal eine Ukulele auszuprobieren. Die ist kleiner, hat nur vier Saiten und muss deshalb ja einfacher sein.

Ja und nein: Auch auf der Ukulele muss man für bestimmte Akkorde Griffe lernen, die Saiten müssen genauso geschlagen werden – aber man muss nicht so viel lernen und wenn man ein wenig Mut hat, klappt das Spielen ganz gut auf der Ukulele. Trotzdem ist ein Basiskurs im Spiel eine gute Sache. Man kann sich dann ja immer noch entscheiden, ob man das vertiefen will oder selbst versucht, weiterzukommen.

Wer gerne Gitarre spielen möchte und Probleme hat, die Saiten richtig zu treffen, kann es mit der offenen Stimmung versuchen.

Offene Stimmung?

Sieht man sich Konzertmitschnitte an, sieht man immer wieder, dass nach einem Lied die Gitarren ausgetauscht werden. Das wird nicht gemacht, weil die Gitarren kaputt sind, sondern weil die Gitarristen nun in einer anderen Tonart – also höher oder tiefer – spielen müssen und die Gitarre dafür anders gestimmt wurde. So brauchen die Gitarristen keine komplizierten Griffe, sondern können das Spielen einfach halten. Am einfachsten ist es, wenn die Saiten offen gestimmt sind.

Normalerweise sind die Saiten auf die Töne E – A – D – g – h – e gestimmt. Daraus ergeben sich dann die Griffe für die verschiedenen Akkorde. Stimmt man aber von vornherein die Gitarre auf einen bestimmten Akkord, braucht man, um einen anderen Akkord zu spielen, nur alle Saiten gleichzeitig auf einer Höhe, die festgelegt ist, mit einem Finger herunterzudrücken. Theoretisch kann man die Saiten auf jeden Akkord umstimmen. Danach heißt es nur: Wissen, auf welcher Höhe – in welchem Bund – man alle Saiten herunterdrücken muss, damit man den nächsten Akkord spielen kann. Das ist ähnlich wie Malen nach Zahlen, man muss sich nur den jeweiligen Bund merken.

Ob das Gitarrespielen mit einer offenen Stimmung aber auf Dauer Spaß macht, muss jeder für sich selbst ausprobieren.